Der Plan für heute war: "Am Vormittag auf der GC-200 gemütlich an die Südküste von Gran Canaria fahren, und dann mal sehen ..." – daraus wurde: "Den ganzen Tag lang quer durch die Berge fahren und kurz vor Sonnenuntergang endlich die Südküste erreichen!" :-)
Los ging es noch wie geplant ...
Blick zurück nach Puerto de las Nieves
Auf der GC-200 gen Süden
... doch schon nach wenigen Kilometern kamen mir einige Autos entgegen, die mir signalisierten, ich solle doch lieber umdrehen, da die Straße unpassierbar sei. Nanu, vorgestern bin ich hier doch noch problemlos durchgefahren!?
Das wollte ich mir natürlich mit eigenen Augen ansehen (zumal ich nicht wirklich verstanden hatte, was GENAU mir auf Spanisch gesagt wurde), und da es offensichtlich noch ziemlich frisch war (die Polizei kam erst 5 Minuten nach mir dort an, und hat danach dann auch die Zufahrt schon einige Kilometer vorher dicht gemacht), bin ich auch noch bis zur Unglücksstelle (kurz hinter dem Mirador Andén Verde) durchgekommen:


Ja, da geht es wohl heute erst mal nicht mehr weiter!
Blöderweise ist die GC-200 die einzige Straße an der Westküste, um nach Süden zu kommen, so dass mir einer der Polizisten auch riet, einmal komplett an der Küste entlang in entgegengesetzter Richtung zu fahren, um zu meinem Ziel zu kommen. Vermutlich wäre das in der Tat die schnellste Variante gewesen, denn die meisten der ca. 120 km sind Autobahn, daher aber auch ziemlich reizlos, und da ich es ja ohnehin nicht eilig hatte, habe ich mich lieber auf den Weg in die Berge (bis auf über 1500 Meter) gemacht, was einen tagesfüllenden Umweg von ca. 110 km ergab, der (mit einigen Sightseeing-Stopps unterwegs) ca. 5 Stunden in Anspruch genommen hat, um wieder genau 10 km hinter dem Steinschlag bei La Aldea de San Nicolás auf die GC-200 zu kommen!
Glücklicherweise war das Wetter in den Bergen deutlich besser als vorhergesagt, so dass es ein echt schöner Tag wurde.
Die nächste Straßenblockade! :-)
Artenara (siehe auch GC12 für Bilder von 2026)
Templo Parroquial de San Matias, Artenara
Höhlenkirche Virgen de la Cuevita, Artenara
Parque Natural de Tamadaba

Roque Bentayga & Roque Nublo (siehe GC03)
Acusa Seca (siehe ebenfalls GC12 für Bilder von 2026)
Nein, dies war KEINE Einbahnstraße!
Presa del Parralillo (gesehen von der schmalen GC-210)
Barranco de la Aldea
Danach ging es dann wieder auf der GC-200 weiter gen Süden ...
Los Azulejos de Veneguera (siehe GC16 bei mehr Sonne)
Mogán
El Molino de Viento
Punta Cruz de Piedra / Taurito
Mein Ziel für heute war die Küstenstadt Puerto Rico. Nach der etwas nervenzehrenden Unterkunftssuche vor 3 Tagen hatte ich gestern mal online geschaut, ob ich kurzfristig was Günstiges für den Süden finde, um nicht wieder stundenlang vor Ort suchen zu müssen, und: ich fand! Apartamentos Casablanca, für 25 € pro Nacht (via booking.com, wenn man mindestens 3 Nächte bleibt), sogar mit Küche und Terrasse.
Apartamentos Casablanca, Puerto Rico
Blick von der Terrasse gen Meer
Blick nach rechts zum Nachbarhotel
Gefahren heute: 179 km.
Direkt weiter zum nächsten Tag aus dieser Touri-Hochburg: GC10 - Puerto Rico
Nachtrag vom 19.12.10:
Tragischerweise ist ca. eine Stunde später, nachdem ich an der blockierten Straße war, ein Polizist dort durch einen erneuten Steinschlag ums Leben gekommen.
Fazit: nie allzu nah an eine so frische Unglücksstelle heran gehen (so wie der Typ im blauen Shirt auf dem ersten Foto, der mitten durch die Steine läuft), wenn man nicht unbedingt muss!
Nachtrag von Februar 2026:
Die GC-200 ist inzwischen an dieser Stelle komplett für den Verkehr gesperrt, es gibt aber seit 2017 eine Umgehungstraße mit mehreren langen Tunneln (GC-2), um hier von Norden nach Süden bzw. umgekehrt zu kommen; für Bilder der gesperrten Strecke siehe GC12 von 2026.
*** Labels: Mogan Nicolas
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