Sonntag, 27. November 2022

TS12 - Jeddah (Saudi-Arabien)



Heutiger Halt mit der MSC Sinfonia auf dem Weg von Venedig nach Südafrika: Jeddah (deutsch Dschidda), mit über 4 Millionen Einwohnern die zweitgrößte Stadt in Saudi-Arabien und zugleich wichtigste Hafenstadt am Roten Meer, entsprechend groß ist auch der Hafen.

Jeddah sieht sich gerne als Stadt der Superlative: hier befinden sich die höchste Wasserfontäne (250-300 m), der höchste Leuchtturm (131 m) und von 2014 bis 2021 auch der höchste Fahnen­mast (171 m) der Welt. Außerdem wird seit 2013 am höchsten Gebäude der Welt gebaut, das über 1000 m hoch werden soll, allerdings gibt es seit 2018 (bei gerade mal 256 m) einen Baustopp.

Für Touristen interessant ist vor allem die Altstadt (Al Balad) mit ihren vielen turmartigen Wohn­häuser mit hölzernen Erkern, von denen viele derzeit restauriert werden, so dass die Altstadt vielerorts einer großen Baustelle gleicht. Außerdem gibt es noch eine viele km lange Uferprome­nade (Corniche), und auch für den Islam hat die Stadt eine große Bedeutung, am Stadttor Bab Makkah beginnen Pilger aus aller Welt den 72 km langen Weg bis nach Mekka.

Für die Einreise nach Saudi-Arabien wird ein Visum benötigt, als Kreuzfahrer kann man vorab online ein "Transit-Visum" beantragen, inkl. aller Gebühren kostet das etwa 50 €, am Tag vor der Einreise bekommt man es dann per eMail zugeschickt. Da das vielen zu aufwendig oder teuer war (oder sie einfach nicht nach Saudi-Arabien wollten), waren heute nur geschätzt 100-150 Passagiere (von 1500) an Land. Ab 8 Uhr durften zunächst nur Passagiere mit Visum von Bord, später dann hätten auch die anderen gedurft, für 128 € für die Ausstellung des Visums vor Ort, so dass dies kaum jemand genutzt hat.




Ausblick am Morgen vom Schiff




Shuttle-Bus zum Terminal

Vom Anleger zum Terminal gab es einen kostenfreien Shuttle-Bus (knapp 10 min Fahrt hinter einem "Follow-Me-Auto"), vom Terminal zur Altstadt einen von MSC organisierten Shuttle-Bus (für 15 €). Da dieser jedoch erst ab 10 Uhr fuhr, ich aber schon um 8:50 Uhr von Bord bin und um 9:10 Uhr mit den Einreiseformalitäten fertig war (da in meinem Shuttle-Bus nur 5 Personen saßen), bin ich in 30 min zu Fuß bis zur Altstadt gegangen und konnte so auch einen anderen Rückweg nehmen.


Passagier-Terminal (Jeddah Islamic Port)


Bab Sharif (südliches Stadttor)






Bab Makkah ("Tor nach Mekka"; östliches Stadttor)















Nassif House
















Al-Shafi'i Moschee








Als ich vor einem der als Museum dienenden Wohnhäuser stand, kam zufällig gerade eine MSC-Ausflugs-Gruppe vorbei (mit etwa 40 Teilnehmern; 4-stündige Tour für 82 €), also habe ich die Gelegenheit genutzt und bin kurz unauffällig mit rein.








Ba'eshen House (von 1856)

Kaum war ich draußen (und alle anderen noch drin, um sich irgendwelche Erklärungen anhören zu müssen), kam die nächste MSC-Gruppe und ging in das Haus gegenüber rein ...






Salloum House (von 1880)

Vermutlich war ich heute der einzige, der gleich in beiden Häusern drin war! 😀














Bab Jadid (nördliches Stadttor)

Nach gut 2 h in der Altstadt ging es dann von hier in Richtung Fahnenmast (in knapp 1 h) und weiter zur Uferpromenade (weitere 40 min).













Al Arbaeen Lagoon


Wie immer mit dabei: Lucy








Blick zum Hafen mit der MSC Sinfonia













Corniche


Basis der Fontäne, die aber nur abends an ist


Erfrischung (bei 31 Grad heute; für 1 Riyal/0.26 €)












Rückweg zum Terminal (1:20 h ab der Corniche)



Zurück am Schiff (16:10 Uhr)

Bis 17 Uhr mussten alle Passagiere wieder an Bord sein, für 18 Uhr war die Abfahrt anvisiert. Da Beladung und Betankung aber länger dauerten als geplant, verzögerte sich die Abfahrt immer mehr, sehr zum Ärger einiger Passagiere, da dadurch beim Abendessen (ab 18 Uhr) weiterhin kein Alkohol ausgeschenkt werden durfte, nachdem schon am Abend zuvor aus allen Minibars in den Kabinen der Alkohol entfernt wurde ...
















Sonnenuntergang (17-18 Uhr)




Abendshow (mit Tenor Emanuele Servidio & Sopranistin Costanza Fontana)










Blick zur Fontäne






Warten auf das Ablegen & Poolparty (20-23 Uhr)

Um 23:10 Uhr endlich haben wir dann abgelegt – bei noch immer 25 Grad an Deck.
Da ja jetzt 5 Seetage auf dem Weg zu den Seychellen vor uns liegen, dürften wir die gut 5 h Ver­spätung wieder aufholen können, auch der Kapitän meinte zu einem anderen Passagier (als wir gegen 21 Uhr zufällig gemeinsam Aufzug gefahren sind), es gäbe keinen Grund zur Sorge, da wir genug Zeit hätten.

PS: Durch sehr starken Gegenwind im Golf von Aden sind wir letztlich doch mit genau 5 h Ver­spätung auf den Seychellen angekommen.





Abfahrt (23:10-23:30 Uhr)

Zu den nächsten Bildern: TS13-17 - Seetage #6-10 (Äquatortaufe)

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