Mittwoch, 27. November 2019

SV10 - Seetage #4-8 (Transatlantik)



Nach der gestrigen Abfahrt aus Teneriffa sind wir nun mit der MSC Seaview 5 Seetage (bzw. Nächte) im Atlantik 2830 Seemeilen (5241 km) in Richtung Brasilien unterwegs, wobei es von gestern (Dienstag) Nachmittag bis zur Ankunft in Salvador nächsten Montag Nachmittag eigentlich ja sogar fast 6 Tage sind.

Tag 1: Wie auch bei den bisherigen Transatlantikfahrten ist die See relativ ruhig, bei windigen 22 Grad und lockerer Bewölkung sind die Außenbereiche gut gefüllt, es finden sich aber leicht freie Plätze und Liegen.





















Ein Vormittag an Deck (27.11.19)



Marketplace Buffet-Restaurant (Deck 8)






Trubel auf der Piazza, weil es 50 % Rabatt auf Handtaschen gibt ...
























Sonnenuntergang (27.11.19)



Wie lautet wohl das heutige Restaurant-Motto? - Argentinien! :-)





Abendshow: Mike Pidone

Mit etwa 3950 Passagieren in 2066 Kabinen (plus ca. 1470 Crewmitglieder) ist das Schiff zum Glück von seiner Maximalkapazität von 5300 Passagieren weit entfernt, so dass es eigentlich nur beim Frühstück etwas wuselig ist und sich zwischen 10 und 11 Uhr nur mit Mühe ein freier Tisch finden lässt, ansonsten aber merkt man (mal wieder) eigentlich nicht, dass sich um einen herum tausende andere Menschen auf einem so begrenzten Raum aufhalten.

Etwa 75 % kommen aus Brasilien, ebenso viele sind geschätzt 60 Jahre und älter, man sieht aber durchaus auch viele jüngere an Bord, jedoch nur sehr wenige Kinder.

Tag 2: Mit 25-27 Grad ist es schon spürbar wärmer, zudem weniger windig als gestern.
Highlight des Tages: wir fahren an den Kapverdischen Inseln vorbei. Außerdem darf ich einen kurzen Blick in den exklusiven MSC Yacht Club werfen.


9:20 Uhr: Land in Sicht!










Insel Santiago (Kapverde, 28.11.19)








Insel Fogo (Kapverde, 28.11.19)














Über eine MSC-facebook-Gruppe habe ich zufällig einen sehr netten schweizer Mitreisenden auf dem Schiff gefunden, der eine Suite im exklusiven MSC Yacht Club hat (im vorderen Bereich der Decks 16-19 mit 86 Kabinen für über 4000 € pro Person), zu dem die "normalen" Passagiere eigentlich keinen Zutritt haben - über ihn habe ich aber einen kurzen Einblick in diese Oase von Ruhe und Luxus werfen dürfen, vielen Dank noch mal!







Suite im MSC Yacht Club (Deck 18)


Blick vom Balkon zum Sonnendeck oberhalb der Brücke


MSC Yacht Club Restaurant



Top Sail Lounge

Inzwischen habe ich auch zwei relativ entspannte Orte im Außenbereich gefunden: zum einen gibt es im vorderen Bereich des "Waterfront Boardwalk" auf Deck 8 eine Lounge mit recht bequemen Sesseln, die wenig besucht ist, zum anderen ist hinter der "Sports Arena" eine Sitzgelegenheit, wo man oft ganz alleine ist - hier hört man zwar die Musik vom Pooldeck, aber keinerlei Gespräche anderer Passagiere, außerdem ist dies scheinbar der einzige Ort auf dem gesamten Schiff, wo man im Sitzen direkt (also nicht durch eine Glasscheibe) auf das Meer sehen kann.



Namenlose Lounge auf dem Waterfront Boardwalk


Mein "Aussichtsplatz" auf Deck 20






Am Abend waren wir dann zum ersten Mal im "Bedienrestaurant" - ursprünglich hatten wir 17:45 Uhr als Tischzeit zugewiesen bekommen, was uns viel zu früh war (zumal man dann ja immer den Sonnenuntergang verpassen würde), 19:45 Uhr war leider komplett ausgebucht, aber für 21:45 Uhr haben wir noch einen Platz bekommen - was uns meist etwas spät ist, aber heute haben wir es eben mal ausprobiert. Fazit: um diese Uhrzeit haben wir nur Brasilianer um uns herum ausmachen können, so dass es dort wesentlich lauter war als abends im Buffet-Restaurant, wo es zwischen 20 und 22 Uhr meist relativ leer ist, so dass wir in Zukunft wohl weiterhin meist dort essen werden - da hilft es auch wenig, dass man (nur) im Bedienrestaurant stets Eis zum Nachtisch bekommen kann ...





Golden Sand Restaurant (Deck 5)


Abendshow: Simply The Best (Tina Turner)






Auch nachts um 0 Uhr waren es heute noch 25 Grad draußen - so mag ich den November!








"Space Party" im Atrium (0 Uhr)

Tag 3: Mit schwülen 31 Grad und kaum Wind ist es selbst im Schatten kaum zu ertragen – wie es die Massen da stundenlang auf dem Pooldeck in der prallen Sonne aushalten, ist mir ein Rätsel.









Am Nachmittag bringt ein kurzer aber heftiger Regenschauer eine willkommene Abkühlung auf 22 Grad – ich nutze die Gunst der Stunde, dass auch danach der gesamte Außenbereich noch leer ist und habe die beiden Whirlpools auf Deck 19 komplett für mich alleine. Da ich schon mal nass bin und an Deck weiterhin kaum was los, probiere ich gleich auch noch den Forest Aquaventure Park aus und rutsche alle 4 Wasser­rutschen, teilweise mehrfach. Anschließend noch mal eine Runde im Whirlpool und zum Abschluss geht es sogar kurz in den Pool auf Deck 16 – das gab es auf den 7 vorherigen Kreuz­fahrten auch noch nie!


Keiner da - obwohl es nicht mehr regnet (15 Uhr)

Von meinen diversen Wasseraktivitäten gibt es leider keine Bilder, nur das Armbändchen zeigt, dass ich den Spaßbereich eigenverantwortlich nutzen durfte.



Zum Abend hin wird es dann rasch wieder 27 Grad, was ohne Sonne aber sehr angenehm ist.
















Abendstimmung an Deck (18-19 Uhr)




Abendshow im Odeon Theatre



Tag 4: Heute auch tagsüber "nur" 27 Grad und weniger schwül als gestern, also an Deck besser auszuhalten. Highlight des Tages: wir überqueren den Äquator, was mit der üblichen "Neptune’s Party" gefeiert wird, bei der sich einige freiwillig mit allerlei Nahrungsmitteln (Mehl, Milch, Eier etc.) überschütten lassen und so ihre "Äquatortaufe" begehen.
















Neptune's Party / Äquatortaufe



Wie auch schon vor 2 (und 5) Nächten haben wir heute Nacht übrigens wieder die Uhren um eine Stunde zurück gestellt, zu Deutschland sind wir also aktuell 3 h zurück.




♫♪ Feel the magic in the air - allez allez allez ... ♫♪






























"Welcome back"-Party für die MSC-Voyagers-Club-Mitglieder




"Animalia"-Show im Bordtheater

Am Abend waren wir dann zum "Gala-Dinner" doch noch mal im Bedienrestaurant, aber so wirklich überzeugen konnte es uns auch diesmal nicht.





"Elegant Dinner" im Golden Sand Restaurant (Deck 5)

Tag 5: weiterhin Bilderbuchwetter mit Sonnenschein, 28 Grad, kaum Wellen.































Abendshow: Mike Pidone singt italienische Klassiker




Piraten-Party im Atrium

Da heute Abend (wie auch gestern schon mal zeitweise) aus unerfindlichen Gründen ein leichter Zigaretten-Geruch durch die Lüftung in unsere Kabine kam, haben wir zum Glück ohne große Probleme unsere Kabine wechseln können und sind jetzt auf dem gleichen Flur ein paar Türen weiter. Die neue Kabine ist eigentlich für Rollstuhlfahrer gedacht und daher ein bisschen geräumiger, vor allem das Badezimmer, allerdings ist die Lüftung etwas lauter - dafür kommt jetzt wieder reine Frischluft ins Zimmer, das war uns wichtiger, zumal es ja leider nur noch für 5 Nächte ist.



Unsere neue Kabine (14163 H)

Weiter mit: SV15 - Salvador da Bahia (Brasilien)

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Für Neueinsteiger auf meinen Seiten gibt es hier (klicken!) einen Überblick darüber, was es hier sonst noch alles zu sehen gibt - viel Spaß beim virtuellen Verreisen!

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