Dienstag, 23. November 2021

GO05 - La Vizcaína & La Matanza (Nebel)



Meine heutige Wanderung führte vom Dorf La Vizcaína am oberen Ende des Valle Gran Rey in die Berge bis nach La Matanza und über die Degollada del Cerrillal entlang des "roten Schicht­bandes" wieder zurück ("Variante" der Route 35 im Rother Wanderführer La Gomera von 2020 für den Aufstieg, Route 36 für den Abstieg; weitere Anmerkungen folgen zwischen den Bildern).

Da es am Vormittag noch sehr bewölkt war, bin ich erst kurz vor 13 Uhr hier bei La Calera los, als endlich die Sonne raus kam und auch in den Bergen keine Wolken mehr hingen. Im Verlauf des Nachmittages wurde es dann aber leider wieder zunehmend wolkiger, so dass ich noch im Aufstieg plötzlich mitten im Nebel war und die "spektakuläre Aussicht" dieser Höhenwanderung komplett ausfiel, auch der Abstieg war nahezu komplett im Nebel, was zwar definitiv ein "besonderes Erleb­nis" war und sicher lange in Erinnerung bleiben wird, trotzdem ist die Route bei Sonnenschein natürlich noch wesentlich lohnender (wobei ich die (ähnliche) Aussicht ja schon von der Wande­rung am Sonntag kannte).



Blick vom Balkon: Wetter passt, also los!





Straße bis nach El Retamal (da rechts oben geht es hin)





Calle La Vizcaína bis zum Ausgangspunkt der Wanderung (ca. 50 min ab La Calera)


Blick zu den Bergen im Norden des Tals (mit dem Mirador de César Manrique, siehe GO02)









Weg in Richtung El Cercado



Da hoch!?

Der Abzweig vom Hauptweg für die Variante nach La Matanza sollte ein "äußerst steiler, abschüs­siger Felsensteig" sein, der "absolute Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erfordert" – aber war dieser Geröll­hang da oben wirklich der gesuchte Weg? Vom Ablauf in der Wegbeschreibung passte es leider sehr gut – aber schnell stand für mich fest: DA gehe ich nicht hoch!

Also schnell Alternativen überlegt: 1) wieder umkehren, zumal es inzwischen ja schon wieder sehr bewölkt war, oder 2) den Hauptweg weiter gehen bis nach El Cercado (und von dort evtl. mit dem Bus wieder zurück, da die Zeit für Hin- und Rückweg kaum reichen wird). Da es erst 14:30 Uhr war, entschied ich mich für das Fortsetzen des Weges ...





Gute 5 min später: ein Abzweig, eindeutig als "Weg" zu erkennen, DAS muss er sein!



Also: die Alternative wieder verworfen und zurück zu Plan A: auf nach La Matanza.
Der Weg war dann zwar tatsächlich deutlich steiler als der ebenfalls schon kräftezehrende Hauptweg, aber mit etwas Kraxelei (d.h. unter Zuhilfenahme der Hände an einigen Stellen) problemlos (in knapp 25 min) zu bewältigen.


Blick zurück zum Weg nach El Cercado







Die gleiche Stelle sieht im Wanderführer so aus (ganz rechts ist der Aufstieg zu erkennen):




Blick ins Valle Gran Rey ...


... fast wie im Reiseführer ;-)





Weg bis La Matanza ...


... und wie es hier bei Sonnenschein aussieht


Beginn des Barranco de Argaga

Etwas unverhofft wurden die Mühen des Aufstieges dann doch noch mit knapp 20 min Sonnenschein belohnt, schön!








La Matanza


Blick über den Barranco de Argaga (da drüben geht es gleich hin)



Abstecher zur Ermita N.S. de Guadalupe


Hier passt das Bild tatsächlich mal zur Aussicht


Blick zur Degollada del Cerrillal



Innerhalb von 2 min werden die Wolken leider wieder schnell dichter






Querung des Barranco de Argaga


Da hinten geht es weiter zur Hochebene Las Pilas (siehe GO03)







Rückweg entlang des "roten Schichtbandes"


Gleiche Stelle im Wanderführer ...


... mit "fantastischem Tiefblick auf das Valle Gran Rey"







Steiler Abstieg zurück nach La Vizcaína


Endlich wieder unterhalb der Wolken


Blick zurück, wo ich 20 min früher gerade war – jetzt ganz ohne Nebelwolken!




Nach 1:20 h Abstieg endlich wieder in der Zivilisation

Der Rückweg ist laut Wanderführer "stellenweise etwas abschüssig und steil" – ich fand ihn wirklich extrem unangenehm zu gehen, was aber vielleicht auch an meinen Kniebeschwerden liegt (die keine großen Schritte abwärts erlauben, was sich bei besonders steilen Stellen umso mehr auswirkt), außerdem wäre er mit Wanderstöcken vermutlich etwas erträglicher. Beim nächsten Mal wäre zu überlegen, den Weg bergauf zu gehen und für den Abstieg etwa den "Kirchenpfad" (siehe GO03) zu wählen – keineswegs aber die "Aufstiegs-Variante", die wäre bergab sicher ähnlich unan­genehm!
Oder aber man geht oben die erste (nahezu ebenen) 10-15 min des Wegen am "roten Schichtband" entlang – und gleich wieder zurück, um dann über den Kirchenpfad abzusteigen, was den Vorteil hätte, dass man unten auch gleich deutlich näher (ca. 20 Fußminuten) an La Calera ist, falls man dort oder in der Nähe seine Unterkunft hat.
Und: natürlich nur bei Sonnenschein und stabiler Wetterlage gehen!


Blick zurück: wieder alles in Wolken! (18 Uhr)


Gleiche Stelle auf dem Hinweg (13:30 Uhr)





Rückweg zur Unterkunft (bis 18:40 Uhr)

Zu den Bildern des nächsten Tages: GO06 - Whale Watching (VGR)

*** Labels: Vizcaina, Cesar

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