Dienstag, 27. Februar 2018

MA14 - Tafraoute & Taroudannt



Heute im Programm: Berg- und Talfahrten entlang imposanter Berge!

Von Tafraoute (auf 1000 m Höhe) aus ging es zunächst durch das Antiatlas-Gebirge "runter" bis nach Taroudannt (250 m) und dann weiter über das Atlas-Gebirge (2092 m am Tizi-n-Test-Pass) bis nach Marrakesch (450 m) – entlang einer tollen und relativ einsamen Bergkulisse, denn in den Antiatlas verirren sich nur recht wenige Touristen, und die Pass-Straße nach Marrakesch ist in einem ziemlich maroden Zustand, an vielen Stellen eigentlich nur einspurig und teilweise eine Schotterpiste voller Schlaglöcher, so dass hier wirklich nur diejenigen entlang fahren, die Zeit haben und kurvige Bergstraßen lieben (entsprechend kam mir auch nur etwa alle 10 min mal jemand entgegen), denn für die Strecke von Marrakesch nach Taroudannt (bzw. Agadir) kann man auch eine Autobahn nehmen, auf der man statt 5 nur 3 Stunden braucht.

Gleich am Morgen gab es südlich von Tafraoute schon das erste Highlight des Tages: die Painted Rocks, die 1984 von einem belgischen Künstler bemalt wurden - und inzwischen teilweise schon ganz schön verblasst sind bzw. auch wieder neu angemalt wurden ...

















Painted Rocks (Les Rochers Peints), Tafraoute

Aufgrund der langen Strecke, die heute vor mir lag, war ich übrigens schon seit 7:45 Uhr unterwegs - laut meiner Anzeige im Auto waren es da gerade mal 3 Grad draußen (daher auch die roten Bäckchen ganz oben im Bild). Im Verlauf des Vormittags wurde es dann aber schnell wärmer, in Taroudannt waren es mittags etwa 20 Grad.


Panoramablick auf die Painted Rocks

Südlich von Tafraoute liegt auch der Chapeau de Napoleon, eine markante Felsformation in Form von Napoleons Hut – wenn man danach googelt, kommt stets dieser Felsen als Ergebnis:



Aber: seht ihr einen Hut!? Ich nicht.

Schräg gegenüber habe ich jedoch einen anderen Felsen gefunden:





Der sieht doch ziemlich aus wie das hier, oder?



Seltsam, dass scheinbar der Rest der Welt den anderen Felsen für den "richtigen" hält ...

Gegen 9 Uhr ging es dann los auf den Weg nach Norden, vorbei an einsam gelegenen Bergdörfern in einer insgesamt recht kargen, aber irgendwie auch wunderschönen Landschaft.

































Von Tafraoute nach Taroudannt

Taroudannt gilt auch als "Klein-Marrakesch", letztlich gibt es aber laut meinem Reiseführer "nichts, was man unbedingt gesehen haben muss". Da ich noch eine ziemlich weite Strecke heute vor mir hatte, habe ich mich daher auf das "Highlight" beschränkt, die Stadtmauer rund um das Bab el-Kasbah (auch Bab Essalsla genannt), die man dort auch besteigen kann.










Bab el-Kasbah (Bab Essalsla), Taroudannt































Straße R203 über den Tizi-n-Test-Pass (2092 m)















Grabmoschee des Ibn Tumart in Tin-Mal






Am Abend wollte ich mir dann in Marrakesch noch fix den Menara-Garten ansehen, allerdings ist um 17 Uhr letzter Einlass (und ich war erst um 17:45 Uhr dort), also gibt es den dann eben "beim nächsten Mal" zu sehen ... (oder spontan am nächsten Morgen!)


Blick zum Pavillon des Menara-Garten

Beim Abstellen meines Autos in der Nähe des Bab Doukkala wollte der Parkplatzwächter dann zunächst 50 Dirham (4.50 €) für die Nacht haben und war sehr beharrlich, das sei "der übliche Preis" - möglicherweise für Touristen, aber ich war ja vor 2 Wochen schon an gleicher Stelle und kam damals mit 20 Dirham durch. Als ich ihn dann vor die Wahl gestellt habe, die 20 zu nehmen, oder ich suche mir einen anderen Platz, ging es dann auch mit 20. :-)

Übernachtet habe ich wieder im Riad al Mida, wo ich ja auch schon am ersten Tag meiner Reise war (für 20 €/Nacht).


Riad al Mida, Marrakesch (Infos siehe am Ende von MA00)

Gefahren heute: 420 km.

Weiter mit: MA15 - Rückreise & Fazit

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Für Neueinsteiger auf meinen Seiten gibt es hier einen Überblick darüber, was es hier sonst noch alles zu sehen gibt - viel Spaß beim virtuellen Verreisen!

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