Mittwoch, 18. November 2009

JOR05 - Mount Nebo & Totes Meer



Nachdem der Norden (Jerash & Ajlun) und Osten (JOR04) abgehakt sind, ging es heute von Amman aus gen Südwesten, erst nach Madaba (dort habe ich Claudia & Volker abgesetzt), dann über den Mount Nebo (805 Meter) runter zum Toten Meer (mit -418 Metern der tiefste Punkt der Erde), und anschließend dann weiter nach Süden. Das Wetter bot heute den gleichen Sonne-Wolken-Mix wie auch in den letzten Tagen, tagsüber ist es in der Sonne angenehme 22 Grad, abends kühlt es schnell deutlich auf ca. 10 Grad ab.

Hauptattraktion in Madaba ist die St. Georges Mosaic Map Church, mit einem Bodenmosaik einer Palästina-Karte aus dem 6. Jahrhundert.








St. Georges Mosaic Map Church, Madaba





Stadtrundgang durch Madaba


Mosaik im Burnt Palace

Nur 10 km westlich von Madaba liegt der Mount Nebo, dort soll Moses nach seinem Auszug aus Ägypten das gelobte Land gesehen haben und schließlich auch gestorben sein.








Mount Nebo

Das Wahrzeichen von Mount Nebo, das "Schlangenkreuz", war wegen Bauarbeiten eigentlich nur von hinten zu sehen, aber nach einem kurzen Lagecheck über die Position der 5 Bauarbeiter bin ich außerhalb deren Blickfeldes etwas unterhalb des Berges entlang doch (fast) zum eigentlichen Aussichtspunkt gekommen! :-)



Näher ran ging nicht, sonst hätten sie mich gesehen ...


Da rechts unten ging es lang ...


Blick zurück zum Mount Nebo kurz vor dem Toten Meer



Bethanien (im Hintergrund: Jericho in Israel)

Hier irgendwo soll möglicherweise Jesus von Johannes getauft worden sein. Der Ort wird Bethanien oder auch Baptism Site genannt, einen Besuch habe ich mir jedoch gespart, zum einen, weil er sicherlich 2 Stunden benötigt hätte – man muss erst vom Visitor Center mit einem Shuttel-Bus (der nur alle 30 min fährt) ein paar Kilometer fahren und dann dort noch zu mehreren Stellen laufen, zum anderen gibt es wohl nicht allzu viel zu sehen, das ganze hat eher historischen Wert, wenn überhaupt.




Also bin ich weiter zum Toten Meer – nein, ich war nicht drin, Wasser ist ja ohnehin nicht so mein Ding, und auf eine "brennende Salzkruste auf der Haut schon nach wenigen Minuten" konnte ich auch gut verzichten, und ja, es ist wirklich ziemlich salzig!



Typischer Kontrollpunkt







Totes Meer







"Dead Sea Panorama" Point

Am späten Nachmittag ging es dann den King's Highway weiter gen Süden, und Dank Bleifuß habe ich es gerade noch rechtzeitig geschafft, um zum Sonnenuntergang (gegen 16:45 Uhr) am Wadi Mujib zu sein, der manchmal auch "Grand Canyon Jordaniens" genannt wird, da eine gewisse Ähnlichkeit nicht von der Hand zu weisen ist.




Unterwegs ...




Wadi Mujib ("Grand Canyon Jordaniens")







Um 18 Uhr war das Etappenziel erreicht, Al Karak, bekannt wegen seiner Kreuzritterburg aus dem 12. Jahrhundert, die ich erst mal nur von außen gesehen habe.



Al Karak Castle

Übernachtet: Towers/Castle Hotel in Al Karak, nur 100 Meter von der Burg entfernt, hier gibt's das Einzelzimmer für 15 Dinar (~ 15 €), inklusive Frühstück.
Gefahren heute: 256 km.


Towers/Castle Hotel (Foto vom nächsten Morgen)

Direkt weiter mit dem nächsten Tag: JOR06 - Al Karak, Dana & Petra

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Für Neueinsteiger auf meinen Seiten gibt es hier einen Überblick darüber, was es hier sonst noch alles zu sehen gibt - viel Spaß beim virtuellen Verreisen!

Ein Klick auf die Bilder öffnet sie übrigens in groß!

Kommentare:

Tanja hat gesagt…

Wie denn, da warst du schonmal am Toten Meer und bist nicht drin gewesen? Du musst super Haut haben, um darauf zu verzichten, viele würden sich danach sehnen, mal drinnen zu liegen, das Salz auf sich wirken zu lassen und dabei gemütlich Zeitung zu lesen.
Deine Fotos gefallen mir gut, muss trotzdem eine tolle Reise gewesen sein!

Mike hat gesagt…

Laut meinem Reiseführer "will sich ein richtiges Badevergnügen sowieso nicht einstellen: innerhalb kürzester Zeit ist man mit einer Salzkruste bedeckt, die man möglichst bald nach dem Bad wieder abduschen sollte, und jede noch so kleine offene Stelle am Körper brennt unangenehm, sobald man ins Wasser steigt" - da konnte ich insgesamt gut drauf verzichten, zumal ich ohnehin nicht so die Wasserratte bin. :)
Aber ja, es war in der Tat eine tolle Reise!