Dienstag, 10. Juni 2014

IS06 - Dettifoss & Krafla



Hurra, die Sonne scheint wieder (bei 18 Grad)! Beste Voraussetzungen für unsere heutige Etappe im Nordosten Islands, mit einer Fahrt durchs Hochland sowie beeindruckenden Wasserfällen, Vulkankratern und Geothermalgebieten - defintiv einer der "Highlight-Tage" jeder Island­rund­fahrt, und das bei Strahlewetter - toll.

Der Tag im Detail: von Reydarfjördur ging es über Mödrudalur zu den Wasserfällen Selfoss und Dettifoss sowie Hafragilsfoss (im Jökulsargljufur-Nationalpark). Es folgten Wanderungen am Kratersee des Vulkans Krafla und dem benachbarten Lavafeld Leirhnjukur sowie die Besichtigung des Geothermalgebietes Hverarönd mit Besteigung des Namafjall in der Region um den Myvatn-See, wo wir abends um 21:15 Uhr (nach fast 12 h nonstop-Sightseeing!) unsere Unterkunft für die nächsten beiden Nächte bezogen haben.


Taergesen B&B, Reydarfjördur (siehe IS05; Abfahrt um 09:30 Uhr)







Etwa 60 km hinter Egilsstadir geht von der Ringstraße 1 eine Schotterpiste (901) ab, die vorbei am Hof Mödrudalur nach 40 km wieder auf die Ringstraße trifft. Bis vor wenigen Tagen war die Straße noch für den Verkehr gesperrt, dank des vielen Sonnenscheins der letzten Tage war sie inzwischen offen, so dass wir auch mit unserem kleinen Toyota hier (in einer Höhe von 550-700 Metern) ein wenig "Hochland-Feeling" schnuppern konnten (während alle "echten", mit einem F markierte Hochlandstraßen, die nur mit einem Allradfahrzeug befahren werden dürfen, derzeit weiterhin noch für den Verkehr gesperrt sind; für tagesaktuelle Infos zu den Straßenverhältnissen auf Island siehe road.is).















Schotterpiste 901





Mödrudalur (12:30 Uhr)


Typische Autos der Einheimischen hier!





Weiterfahrt bis zum Dettifoss & Selfoss

Der "Stürzende Wasserfall" Dettifoss ist einer der größten in Island und gilt als "leistungsstärkster Wasserfall Europas"; etwa 1 km flussaufwärts liegt der wesentlich kleinere Selfoss.
Auf beiden Seiten der Schlucht Jökulsargljufur führen Straßen zu den Wasserfällen, östlich der Schlucht die Schotterpiste 864 (siehe IS07), westlich die 862, die inzwischen bis zum Wasserfall geteert ist (da waren wir heute).













Selfoss (13:50-14:20 Uhr)


Asiatische Touristen auf der anderen Uferseite ...








Dettifoss (14:30-15 Uhr)

Etwa 2 km flussabwärts folgt mit dem Hafragilsfoss ein ähnlich großer, aber wesentlich weniger bekannter/besuchter Wasserfall hier im Jökulsargljufur-Nationalpark, der inzwischen ein Teil des Vatnajökull-Nationalparkes ist.
Einen guten km nach der Rückfahrt vom Parkplatz geht rechts eine unbeschilderte Schotterstraße ab, die nach 1.6 km an einem Wendehammer endet. Von hier sind es dann noch 200 m zu Fuß zu einem Aussichtspunkt oberhalb des Hafragilsfoss, vom dem sich auch ein grandioser Ausblick gen Süden auf die Schlucht Hafragilsundirlendi bietet.









Hafragilsfoss (15:20 Uhr)

Bilder von Dettifoss und Hafragilsfoss von der anderen Uferseite sind inzwischen im Eintrag von morgen zu sehen.





Hafragilsundirlendi (15:35 Uhr)


Hafragilsundirlendi & Hafragilsfoss (Jökulsargljufur-Nationalpark)

Zurück auf der Ringstraße führt nach 20 km rechts eine Straße vorbei an einem Elektrizitätswerk zum Vulkan Krafla, zu dessen Füßen man um den Kratersee Viti laufen kann.



















Rund um den Kratersee Viti am Vulkan Krafla (im Hintergrund; 16:25-17:10 Uhr)

Nur wenige hundert Meter westlich liegt das noch junge Lavafeld Leirhnjukur, das 1984 nach einem Ausbruch einer Vulkanspalte hier entstanden ist und durch das einige markierte Wege führen (für die man sich etwa 60-90 min Zeit nehmen sollte).
Auch dieses Gebiet hier gehört zum riesigen "Krafla-Vulkansystem", das sich über eine Länge von etwa 100 km ausbreitet.




























Leirhnjukur (17:15-18:40 Uhr)

Zurück an der Ringstraße liegt nur 500 m westlich der nächste obligatorische Halt: das Geothermalgebiet Hverarönd mit weiteren blubbernden Schlammlöchern (das je nach Karte auch mit Hverir, Namaskard, Name des daneben liegenden Passes, oder auch Namafjall, Name des angrenzenden Berges, bezeichnet ist); auch dieses Gebiet ist Teil des "Krafla-Vulkansystems".












Hverarönd (18:55-19:10 Uhr)

Das Gebiet hier ist sehr überschaubar und in 10-15 min zu besichtigen.

Wer mag, kann jedoch auch noch den Namafjall (482 m) besteigen, von dessen Gipfel sich ein schöner Blick über das Geothermalgebiet sowie zur anderen Seite hin bis zum Myvatn-See bietet. Der Weg bergauf ist jedoch sehr steil und erfordert einiges an Kondition, außer mir war niemand sonst hier oben (Auf- und Abstieg in knapp 45 min).
















Namafjall (19:10-19:50 Uhr)




Namaskard-Pass (20 Uhr)




Myvatn Nature Baths (20:05 Uhr)

Unweit des hiesigen Thermalfreibades kann man mal wieder die Verwerfungszone zwischen der europäischen und amerikanischen Kontinentalplatte bestaunen, etwa an der Felsspalte Grjotagja mit ihren kleinen Höhlen und unterirdischen Mini-Seen.




Grjotagja (20:15 Uhr)








Am Nordrand des Myvatn-Sees

Unsere Unterkunft für die nächsten beiden Nächte ist das Langavatn Guesthouse, das Doppel­zimmer mit Gemeinschaftsbad, WLAN und leckerem Frühstück gibt es hier für umgerechnet 112 €/Nacht (vorab über booking.com gebucht).
Die Unterkunft liegt sehr idyllisch etwa 25 km nördlich des Myvatn-Sees an der Straße 87 und ist ein guter Ausgangspunkt für die Erkundung der umliegenden Region, da man sowohl schnell an der Küste ist als auch am Myvatn-See oder etwa den Wasserfällen.









Langavatn Guesthouse (Ankunft um 21:15 Uhr)


Sonnenuntergang (22:50 Uhr)

Gefahren heute: 298 km.

Noch mehr Bilder aus der Region: IS07 - Wale, Asbyrgi & Myvatn

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Für Neueinsteiger auf meinen Seiten gibt es hier einen Überblick darüber, was es hier sonst noch alles zu sehen gibt - viel Spaß beim virtuellen Verreisen!

Ein Klick auf die Bilder öffnet sie übrigens in groß!

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