Sonntag, 15. Februar 2026

GC12 - Artenara, Tamadaba & GC-200



Heute ging es in den westlichen Teil der Berge Gran Canarias: über Artenara und den Tamadaba Naturpark zu den Wohnhöhlen von Acusa Seca und schließlich an der Playa de la Aldea zurück zur Küste. Zum Abschluss des Tages folgte wieder ein Spaziergang auf der gesperrten Küstenstraße GC-200, diesmal vom südlichen Aussichtspunkt Mirador El Balcón aus.



Frühstück im B&B El Charco Azul in El Risco

Das Frühstücksbuffet ist hier von 9 bis 11 Uhr geöffnet – sehr sympathisch. Bei einem Sonnen­auf­gang von derzeit 7:40 Uhr liegen auch um 9 Uhr die Berge hier im Westen der Insel größtenteils noch im Schatten, da muss man also nicht noch eher frühstücken.








Auf der GC-200 von El Risco nach Agaete


Auf der GC-220 in die Berge



Caldera de Los Pinos de Gáldar (siehe auch GC15)



Über den Norden der Insel fegte heute ein frischer Passatwind und brachte viele Wolken in die Berge, meine Ziele für heute lagen aber zum Glück im "Windschatten" der Berge, so dass es für den Rest des Tages durchgehend sonnig war (bei bis zu 22 Grad).


Montañón Negro



Blick bis zum Teide auf Teneriffa


Auf der GC-21 kurz vor Artenara

Hier zum Vergleich ein Bild aus Google Maps von der gleichen Stelle aus dem Juni 2025, wo man gut sieht, wie viel grüner die Insel derzeit nach den ungewöhnlich starken Niederschlägen in die­sem Dezember/Januar ist:


Google Maps)




























Artenara

Normalerweise steht die kleine Marien-Holzstatue in der Höhlenkirche Virgen de la Cuevita (wie in meinem Eintrag von 2010 zu sehen), aufgrund einer besonders hohen Luftfeuchtigkeit dort ist sie derzeit jedoch zum Schutz im Templo Parroquial de San Matias in Artenara zu sehen.






Tamadaba Naturpark



Blick nach Puerto de las Nieves (siehe GC13)





Tamadaba Naturpark


Blick von der GC-216 zu meiner Unterkunft in El Risco

El Risco liegt von hier oben (in etwa 1250 m Höhe) nur etwa 3 km Luftlinie entfernt, mit dem Auto sind es aber fast 50 km!

Auf der Suche nach dem Ausblick zu meiner Unterkunft habe ich leider vergessen, auch zum Mirador Llanos de La Mimbre (mit einem schönen Blick auf die Nordwestecke der Insel) zu gehen, dabei war ich nur 5 min davon entfernt, schade.
Hier 2 Bilder aus dem Internet von Januar 2025 (wo es deutlich trockener war als aktuell):


Mirador Llanos de La Mimbre (Foto: wikiloc.com)


Mirador Llanos de La Mimbre (Foto: tripadvisor.com)

Anschließend folgte der "Rückweg" zur Küste, allerdings nicht auf dem Hinweg, sondern "unten rum" über die GC-210, auf der sich noch einige Sightseeing-Halts anbieten.






Acusa Seca (Höhlendorf, das seit dem 6. Jahrhundert bewohnt ist)






Keine Einbahnstraße!








Auf der GC-210 bis zum Mirador del Molino


Presa del Parralillo

Der weitere Verlauf der GC-210 bis nach San Nicolas ist eine besonders schmale und kurvenreiche Straße, die ich niemandem empfehle, der nicht gerne schmale kurvenreiche Straßen fährt.






GC-210






Playa de La Aldea

Von La Aldea gen Norden gab es früher nur die Küstenstraße GC-200, die sich an den steilen Felsen hier spektakulär in unzähligen Kurven entlang wand und auf der es immer wieder zu Steinschlägen kam. Nach einem besonders heftigen Steinschlag im November 2016, dem auch die Fangnetze nicht standhalten konnten, ist die Straße auf einer Länge von knapp 2 km komplett gesperrt; seit 2017 kann man diesen Abschnitt durch einen langen Tunnel umfahren, von Süden kommend kann man jedoch auch auf der alten GC-200 noch etwa 2.5 km bis zum Aussichtspunkt Mirador El Balcón fahren.





Mirador El Balcón (auch: Mirador del Balcón)


Wie immer mit dabei: Lucy

Da ich dachte, dass der gesperrte Abschnitt der GC-200 kurz hinter dem Aussichtspunkt liegt, bin ich von hier auf der GC-200 zu Fuß weiter – und nach jeder Kurve ging die Straße weiter und weiter; erst nach über 3 km kommt die eigentliche Sperrung der Straße!










Weg auf der GC-200 bis zur Straßensperrung

Wie auch von Norden kommend (siehe GC11) ist der Zaun hier für Fußgänger problemlos zu umgehen, so dass ich noch die gut 1 km bis zum "großen Steinschlag" gegangen bin.







Genau an dieser Stelle gab es im Dezember 2010 einen eher kleinen Steinschlag, bei dem aber trotzdem eine Person ums Leben gekommen ist (daher die Kreuze dort).


Bild vom 18.12.10 von hier (damals noch ohne Fangnetze)















Weg bis zum "großen Steinschlag" von November 2016

Bilder von hier bis zum Aussichtspunkt Andén Verde siehe im Eintrag von gestern.



Schade, dass diese legendäre Straße für immer gesperrt sein wird; umso schöner war es, sie heute noch mal in aller Ruhe begehen zu können.

Die 3 km zurück zum Aussichtspunkt hat mich dann zum Glück jemand im Auto mitgenommen.




Zurück am Mirador El Balcón

Für morgen ist ein Calima-Wind vorhergesagt, der Sand aus der Sahara bis zu den Kanaren bringt, wobei es schon heute Abend ziemlich dunstig war; auch lagen nach kurzer Zeit schon feinste Sand­körner auf Windschutzscheibe und Brille – mal sehen, wie es morgen wird.


Zurück an der Unterkunft in El Risco

Gefahren heute: 132 km.

Zu den nächsten Bildern: GC13 - El Risco, Puerto Nieves & Sardina

*** Labels: Montanon Balcon Anden

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