Mittwoch, 4. Juli 2018

NO07 - Lofoten (Leknes - Hamnøy)



Die Lofoten sind eine bergige, zerklüftete Inselkette im Nordwesten Norwegens, die sich über 170 km erstrecken und über zahlreiche Brücken und Tunnel miteinander verbunden sind. Markenzeichen sind die kleinen roten Rorbuer, einst Fischerhütten, heutzutage häufig zu Ferienhäusern umgebaut.



Da der Hafen der Kleinstadt Leknes für die Costa Pacifica zu klein bzw. nicht tief genug ist, haben wir einige hundert Meter davor geankert und mussten zunächst per Tenderboot zum Hafen (der etwa 4 km außerhalb von Leknes liegt).






Im Tenderboot in 10 min zum Anleger (10 Uhr)

Von hier bin ich per Anhalter ins ca. 50 km entfernte Hamnøy bzw. Reine auf der Insel Moskenesøy (mit-)gefahren, wo ein besonders schöner Küstenabschnitt inmitten einer grandiosen Bergkulisse liegt.


Umgebungskarte am Hafen in Leknes


Hier geht es hin: unten Hamnøy, oben Reine

Meine erste Mitfahrgelegenheit: 2 ältere Damen, die mich bis zum knapp 30 km entfernten Ramberg mitgenommen haben, vorbei an zahlreichen Sandstränden.






Flakstad Kirke


Skagsanden Beach bei Flakstad




Ramberg

Die restlichen 20 km bis Hamnøy ging es erst mit einem deutschen Pärchen und anschließend mit 2 dänischen Urlaubern, die sogar extra noch ihre vollbepackte Rückbank für mich freigeräumt haben; auf alle 3 Mitfahrgelegenheiten musste ich jeweils (nur) 5-10 min warten, prima - soll mal keiner sagen, Kreuzfahrer reisen nicht ökologisch und preiswert. :-)



Weiterfahrt nach Hamnøy

Ursprünglich hatte ich geplant, bei Reine eine Wanderung zu einem Aussichtspunkt zu machen, das Wetter war heute aber sehr bewölkt (vormittags gab es auch leichten Nieselregen), so dass sich die Mühen der (anstrengenden) Wanderung auf den Reinebringen (442 m) kaum gelohnt hätten, also bin ich (nur) die ca. 4 km von Hamnøy nach Reine (sowie auf eine kleine Anhöhe dort) gelaufen.
Bei Sonnenschein hätte es hier sicher noch wesentlich schöner ausgesehen, das Wetter passte aber eigentlich ganz gut zur rauen Landschaft, die ein bisschen an Neuseeland, Island, Irland und Schottland erinnert – sprich: faszinierend schön ist!




Hamnøy




Sakrisøy














Kurz vor Reine bin ich rechts auf einem kaum erkennbaren Fußpfad einen Hang nach oben bis zum Reinevatnet-See (in ca. 65 m Höhe) gekraxelt - den hätte ich zwar lieber vom Gipfel des dahinter ansteigenden Reinebringen aus gesehen, aber angesichts der vielen Wolken war es schon mal ein kleiner Trost, den See (samt Ausblick von dort) heute überhaupt gesehen zu haben.





Reinevatnet


Ausblick auf die Bucht zwischen Hamnøy und Reine








Reine


Der Blick vom Reinebringen - dann halt beim nächsten Mal!

Gegen 15 Uhr habe ich mich auf den Rückweg gemacht, zunächst 5 km mit einer Norwegerin auf ihrem Weg zur Arbeit (die sich mehr Sorgen machte als ich, dass ich es nicht rechtzeitig wieder zum Hafen schaffen könnte) und dann weiter mit einem Urlauber aus Katar, der mich direkt bis zum Schiffsanleger gebracht hat, wo es dann (16:15 Uhr) sogar noch richtig schön sonnig wurde, so dass ich noch länger dort auf einem kleinen Hügel direkt am Anleger Sonne und Landschaft genossen habe.




Rückweg nach Leknes













Am Hafen von Leknes

Eigentlich sollte das letzte Tenderboot zum Schiff um 17 Uhr ablegen, zahlreiche Ausflugsbusse kamen aber erst deutlich später wieder zum Hafen zurück, so dass noch bis nach 18 Uhr getendert wurde, um alle wieder an Bord der Costa Pacifica zu bringen, deren Abfahrt dann letztlich um 19:55 Uhr (statt planmäßig 18 Uhr) war.










Zurück zur Costa Pacifica (18:15 Uhr)

Bis zum Ablegen haben wir uns noch ein wenig am Anblick der umliegenden Berge erfreut - und dabei sogar einen Gleitschirmflieger entdeckt!




Um kurz vor 20 Uhr waren alle Passagiere, Tenderboote und Anker schließlich wieder an Bord, so dass es weiter über den Vestfjord mit Kurs nach Süden ging.









Bye Bye Lofoten!


Zaubershow am Abend im Theater


Zum letzten Mal: Sonnenschein um Mitternacht!

Fazit: trotz des zumeist bedeckten Himmels ein toller Tag auf den Lofoten - und auch das Unterfangen, sich 50 km vom Schiff weg zu wagen, ohne vorab eine feste Rückkehrmöglichkeit zu haben, ging wie erhofft gut und wurde mit schönen Motiven und Begegnungen vollends belohnt.

Weiter mit: NO08 - Trondheim

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