Letzter Halt in der Karibik mit der Norwegian Star vor der Atlantiküberquerung: St. Martin, eine "geteilte Insel" mit insgesamt 72.000 Einwohnern und 87 km² (also nur gut 1/10 der Fläche von Hamburg). Der nördliche Teil der Insel ist französisches Überseegebiet und heißt Saint-Martin, der südliche Teil ist ein autonomes Land (Sint Maarten) innerhalb des Königreiches der Niederlande, bei dessen Hauptstadt Philipsburg sich der Kreuzfahrthafen der Insel befindet, wo wir heute von 7 bis 17 Uhr angelegt haben.

Inselkarte (© Eric Gaba/Wikimedia mit Markierungen von mir)
Sint Maarten ist mit dem legendären Maho Beach direkt am Flughafen eine meiner Lieblingsinseln in der Karibik, so dass ich bislang schon 4 Mal hier war: im Januar 2017 mit der MSC Poesia, im März 2018 mit der MSC Opera, im November 2022 mit der AIDAperla und zuletzt im Dezember 2025 mit der Norwegian Viva. Zusammen mit Jamaika war sie damit die Karibikinsel mit meinen meisten Besuchen bislang, seit heute ist sie die alleinige Nr. 1; das Anlaufen von Sint Maarten hat es mir tatsächlich etwas leichter gemacht, mich für diese Fahrt zu entscheiden, auch wenn sie ja ab morgen in die "ungeliebte" Ostrichtung geht.
Von 8 bis 14:30 Uhr habe ich heute den NCL-Ausflug "Sky Explorer 360 Views & Sightseeing" (PHIN80) zu einem Aussichtspunkt, der (nördlichen) Inselhauptstadt Marigot sowie dem Maho Beach mitgemacht, der mich dank meines "Free at Sea"-Landausflugguthabens von 50 US$ je Hafen und 10 % Rabatt durch den NCL-Platinum-Status nur 38 € gekostet hat (statt regulär 99 US$/85 €) und somit ein guter Deal war, da alleine schon die Fahrt mit dem Sessellift auf den Sentry Hill (340 m) regulär 59 US$ gekostet hätte.
Blick am Morgen aus der Kabine (6:20 Uhr)
Anlegen (6:30 Uhr)
SeaDream I
Ankunft der MSC Poesia
Es geht von Bord (8 Uhr)
Nach einer nur etwa 10 minütigen Busfahrt waren wir an der Talstation des Soualiga Sky Explorer, einem Sessellift betrieben von Rainforest Adventures St Maarten – Rockland Estate; unten gibt es noch ein kleines Museum zur Inselgeschichte (Emilio Wilson Museum), oben auf den Sentry Hill (wo ich noch nie war) erwarten einen tolle Ausblicke über die Insel.
Fahrt zur Zwischenstation
Nach einer fast 20-minütigen Fahrt muss man in eine zweite, deutlich kürzere Seilbahn zum Gipfel umsteigen.
2. Seilbahn zum Sentry Hill
Der Sentry Hill (340 m) wird oft als "höchster Gipfel von Sint Maarten" bezeichnet, streng genommen gibt es aber an der Grenze zur französischen Seite eine Erhebung, die noch gut 20 m höher ist, wobei hier der eigentliche "Gipfel" (der Berg Flagstaff, 390 m) eben auf der anderen Inselseite liegt; höchster Berg der gesamten Insel ist der Pic Paradis (424 m) im französischen Teil.
Ausblicke vom Sentry Hill
Wie immer mit dabei: Lucy
Für den Weg nach unten gibt es als Alternative zu den Seilbahnen auch noch mehrere Ziplines, die aber 50-100 US$ zusätzlich kosten, so dass ich lieber wieder mit den Sesselliften nach unten gefahren bin, da hat man auch mehr Zeit, die Aussicht zu genießen.
Da wir insgesamt fast 3 h Aufenthalt hier hatten (warum auch immer), bin ich mit den beiden Seilbahnen sogar noch mal nach unten gefahren und anschließend erneut bis zum Gipfel hoch.
1. Fahrt wieder nach unten ...
... mit Blick zum Flughafen, an dessen Ende sich der Maho Beach befindet
Ein Äffchen auf dem Weg!
Auf den Sentry Hill kann man theoretisch auch zu Fuß hoch gehen – im Dezember 2025 war ich am Beginn des entsprechenden Wanderweges, dieser soll aber in schlechtem Zustand, d.h. teilweise recht zugewachsen und nicht markiert sein; außerdem ist es oben dann wohl nicht ganz einfach, auf die Aussichtsplattformen zu kommen, so dass ich mich eben mal für die bequeme Variante entschieden habe, und es sehr entspannt fand.
Emilio Wilson Museum
Um 11:30 Uhr ging es dann mit dem Bus weiter.
Kurzer Halt an einem Aussichtspunkt
Fahrt über die Grenze in den französischen Teil
Nächster Halt: Marigot, Hauptstadt des französischen Inselteils. Hier war ich im März 2018 schon mal, 6 Monate zuvor war allerdings ein heftiger Wirbelsturm über die Insel gezogen und hatte große Schäden verursacht, die damals an vielen Stellen in der Stadt noch zu sehen waren (siehe KT11). Leider hatten wir heute hier nur 30 min Aufenthalt, so dass ich ziemlich hetzen musst, um zu den Ruinen des Fort Louis auf dem Hügel neben der Stadt zu kommen.
Marigot
Rückfahrt zum niederländischen Teil
Maho Beach
Auch der Aufenthalt am Maho Beach war mit 40 min relativ kurz, trotzdem war es mal wieder ein tolles Erlebnis!
Rückfahrt durch Simpson Bay zum Hafen
Um 14:30 Uhr waren wir zurück in Philipsburg, wo ich den Fahrer gebeten habe, mich in der Stadt rauszulassen, schließlich waren ja noch 2 h Zeit bis zur "Alle an Bord"-Zeit.
Philipsburg
Rückweg zum Hafen (knapp 15 min zu Fuß)
Norwegian Star
MSC Poesia
Zurück an Bord (16 Uhr)
Um 17:25 Uhr (statt 17 Uhr) haben wir dann schließlich in Richtung Europa abgelegt – wie später zu hören war, ohne 10 Franzosen an Bord, die heute auf eigene Faust einen Ausflug zur Nachbarinsel St. Barths unternommen haben, wo dann deren Rückflug nach St. Maarten kurzfristig gestrichen wurde, so dass sie keine Chance mehr hatten, das Schiff noch rechtzeitig zu erreichen.
In so einem Fall räumt die Crew die jeweiligen Kabinen komplett leer (inkl. Pässe im Schließfach etc.) und übergibt alles dem Hafenbüro, damit die gestrandeten Passagiere zumindest ihr Reisegepäck bei sich haben.
Abfahrt
Abendshow (Taylor Mason, Comedian/Bauchredner)
Hurra, am Abend noch eine "cruise duck" gefunden!
*** Labels: NCL
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