
Anna Lapwood gilt als derzeit bekannteste Organistin weltweit – als offizielle Organistin der Royal Albert Hall in London spielt sie neben klassischen Orgelwerken auch eigene Adaptationen moderner Filmmusiken und hat durch ihre quirlig-sympathische Präsenz in den sozialen Netzwerken eine hohe Bekannt- und Beliebtheit erlangt. Konzerte von ihr (wie etwa in der Hamburger Elbphilharmonie) sind daher immer schnell ausverkauft, trotz Preisen von bis zu 170 € (ich habe ja in jungen Jahren auch mal Orgel gespielt und daher eine gewisse Affinität zu diesem Instrument).
Auch für ihr heutiges Konzert in der Hamburger St.-Michaelis-Kirche ("Michel") im Rahmen des "Hamburger Orgelsommers" gab es schon seit Monaten keine Karten mehr – umso überraschter war ich, als ich vor 2 Tagen trotzdem noch mal nach Tickets geschaut habe und tatsächlich noch (bzw. wieder) 3 verfügbar waren! Diese waren zwar explizit als "Hörplatz" ausgewiesen, bei einem Orgelkonzert steht das Hören ja aber durchaus im Vordergrund, und vielleicht konnte man ja auch von der 1. Reihe der "Herrensaalempore" doch mal einen Blick auf die Künstlerin erhaschen – also waren die Tickets schnell gekauft, und bei einem Preis von nur je 24.20 € haben auch 2 Freunde nicht lange gezögert mitzukommen.
Vor Ort stellte sich dann heraus, dass Anna Lapwood gar nicht an der (Steinmeyer-)Hauptorgel im Michel saß (die man auch von unseren Plätzen aus mit einem seitlichen Blick über die Brüstung hätte sehen können), sondern vom "Zentralspieltisch auf der Konzertempore" (im nördlichen Seitenflügel) spielte (von dem aus mal alle 4 Orgeln im Michel ansteuern kann), den man allerdings auch von vielen der ebenerdigen Plätzen (für 60 €) nicht einsehen kann.

Herrensaalempore mit unseren Plätzen (rot) und dem Blick zur Künstlerin (grün)
Blick über die Brüstung zur Steinmeyer-Hauptorgel
Zu Beginn des Konzertes und auch während der Zugabe bin ich mal zur seitlichen Brüstung der Herrensaalempore gegangen, um doch mal einen Blick auf die Künstlerin zu erhaschen.

Beginn des Konzertes (Chevaliers de Sangreal aus The Da Vinci Code)
Zwischen den Liedern (neben klassischen Orgelstücken auch Filmmusiken u.a. von Hans Zimmer und Howard Shore) gibt es von Anna Lapwood immer eine ausführliche Einführung zu den jeweiligen Stücken, an denen man gut ihren Enthusiasmus für die Orgelmusik spüren kann – nicht zuletzt an ihrer 7-minütigen Zusammenfassung aller 3 Herr der Ringe-Filme vor ihrer 25-minütigen Orgel-Symphonie dazu, während der man auch ihr besonderes Gesangstalent genießen kann.

Zugabe (No Time for Caution aus dem Film Interstellar)

Bye Bye Anna Lapwood
Steinmeyer-Orgel auf der Westempore
Blick zur Kirchsaalempore gegenüber (früher Damenempore)
Blick zum Altar
*** Labels:
Für Neueinsteiger auf meinen Seiten gibt es hier einen Überblick darüber, was es hier sonst noch alles zu sehen gibt – viel Spaß beim virtuellen Verreisen!
Ein Klick auf die Bilder öffnet sie übrigens in groß!

Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen