Mittwoch, 22. Juli 2026

Anna Lapwood - live im Hamburger Michel



Anna Lapwood gilt als derzeit bekannteste Organistin weltweit – als offizielle Organistin der Royal Albert Hall in London spielt sie neben klassischen Orgelwerken auch eigene Adapta­tio­nen moder­ner Filmmusiken und hat durch ihre quirlig-sympathische Präsenz in den sozialen Netz­werken eine hohe Bekannt- und Beliebtheit erlangt. Konzerte von ihr (etwa im September in der Ham­bur­ger Elb­phil­harmonie) sind daher immer schnell ausverkauft, trotz Preisen von bis zu 170 €.

Auch für ihr heutiges Konzert in der Hamburger St. Michaelis-Kirche ("Michel") im Rahmen des "Hamburger Orgelsommers" gab es schon seit Monaten keine Karten mehr – umso über­raschter war ich, als ich vor 2 Tagen trotzdem noch mal nach Tickets geschaut habe und tatsächlich noch (bzw. wieder) 3 verfügbar waren! Diese waren zwar explizit als "Hörplatz" ausgewiesen, bei einem Orgelkonzert steht das Hören ja aber durchaus im Vordergrund, und vielleicht konnte man ja auch von der 1. Reihe der "Herrensaalempore" doch mal einen Blick auf die Künstlerin erhaschen – also waren die Tickets schnell gekauft, und bei einem Preis von nur je 24.20 € haben auch 2 Freun­de nicht lange gezögert mitzukommen.

Vor Ort stellte sich dann heraus, dass Anna Lapwood gar nicht an der (Steinmeyer-)Hauptorgel im Michel saß (die man auch von unseren Plätzen aus mit einem seitlichen Blick über die Brüstung hätte sehen können), sondern vom "Zentralspieltisch auf der Konzertempore" (im nördlichen Seitenflügel) spielte (von dem aus mal alle 4 Orgeln im Michel ansteuern kann), den man aller­dings auch von vielen der ebenerdigen Plätze (für 60 €) nicht einsehen kann.


Herrensaalempore mit unseren Plätzen (rot) und dem Blick zur Künstlerin (grün)


Blick über die Brüstung zur Steinmeyer-Hauptorgel

Zu Beginn des Konzertes und auch während der Zugabe bin ich mal zur seitlichen Brüstung der Herrensaalempore gegangen, um doch mal einen Blick auf die Künstlerin zu erhaschen.



Beginn des Konzertes (Chevaliers de Sangreal aus The Da Vinci Code)

Zwischen den Liedern (neben klassischen Orgelstücken auch Filmmusiken u.a. von Hans Zimmer und Howard Shore) gibt es von Anna Lapwood immer eine ausführliche Einführung zu den jewei­li­gen Stücken, an denen man gut ihren Enthusiasmus für die Orgelmusik spüren kann – nicht zu­letzt an ihrer 7-minütigen Zusammenfassung aller 3 Herr der Ringe-Filme vor ihrer 25-minütigen Orgel-Symphonie dazu, während der man auch ihr besonderes Gesangstalent genießen kann.



Zugabe (No Time for Caution aus dem Film Interstellar)



Bye Bye Anna Lapwood

Ich habe ja in jungen Jahren auch mal Orgel gespielt und daher eine gewisse Affinität zu diesem Instrument, zudem habe ich ein Faible für Filmmusiken, so dass mir das Konzert wirklich gut gefallen hat – auch wenn es natürlich noch schöner gewesen wäre, Anna Lapwood auch während ihres ausdrucksstarken Orgelspielens sehen zu können.


Steinmeyer-Orgel auf der Westempore


Blick zur Kirchsaalempore gegenüber (früher Damenempore)


Blick zum Altar

Hier ergänzend noch weitere Bilder aus dem Michel (von einem späteren Besuch):











Hamburger Michel (19.08.26)

Bilder einer Turmbesteigung des Michels sind im Hamburg-Eintrag von 2022 zu sehen.

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Für Neueinsteiger auf meinen Seiten gibt es hier einen Überblick darüber, was es hier sonst noch alles zu sehen gibt – viel Spaß beim virtuellen Verreisen!

Ein Klick auf die Bilder öffnet sie übrigens in groß!

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