Dienstag, 1. September 2015

Reisebegleiter - Ausrüstung



Da es immer mal wieder Fragen zu meiner Kamera oder auch anderen "Reisebegleitern" gibt, habe ich hier mal einige Infos zu meinen diversen aktuellen (und ehemaligen) Ausrüstungsgegenständen zusammengestellt.

Derzeit (seit Februar 2016) verwende ich für meine Aufnahmen eine Panasonic Lumix TZ71, die mit einem 30-fachen optischen Zoom (entspricht einer Brennweite von 24 mm bis 720 mm) gerade noch als handliche (Reise-)Kompaktkamera durchgeht und vielfältige Einstellungsmöglichkeiten bietet (Kaufpreis 316 €).


Panasonic Lumix TZ71 (seit 02/2016)

Leider bin ich mit der Bildqualität insgesamt nur bedingt zufrieden, zum einen ist bei dämmriger Beleuchtung oder Dunkelheit (bzw. ISO-Werten über 400) oder auch in (eher dunklen) Innenräumen die Detailwiedergabe nur mäßig und das Bildrauschen recht hoch, zum anderen ist bei fast allen Bildern der rechte Rand ziemlich unscharf, auch ein Austauschgerät sowie ein zusätzlicher Tausch der Linse hat diesbezüglich keine Verbesserung gebracht - entweder habe ich gleich mehrere Montagsproduktionen erwischt, oder das Modell selber hat gewisse Macken.
Fazit: trotz der vielen (tollen) Funktionen und des riesengroßen Zoombereiches würde ich die TZ71 niemandem empfehlen (es sei denn, man erwischt ein Gerät ohne die Unschärfe am rechten Rand).
Nachtrag von Oktober 2017: nach einem weiteren Tausch der Linse (ohne Verbesserung) hat ein erneuter (kostenloser) Austausch der kompletten Kamera nun eine (leichte) Verbesserung gebracht, trotzdem ist letztlich keine der 5 Linsen im gesamten Bildbereich scharf ...

Zuvor (von 04/2013 bis 01/2016) hatte ich eine Panasonic Lumix TZ25 (199 €) mit einem 16-fachen-Zoom bei guter Bild- (und auch Video-)Qualität, mit der ich wirklich sehr zufrieden war, jedoch war der Autofokus gleich 2x defekt, das erste Mal zum Glück noch innerhalb der Garantiezeit von 2 Jahren, ein gutes Jahr später trat der gleiche Defekt jedoch leider erneut auf, so dass ich die Kamera schließlich durch die obige TZ71 ersetzt habe.


Panasonic Lumix TZ25 (04/2013 bis 01/2016)

Davor (von 07/2008 bis 03/2013) hatte ich eine Panasonic Lumix TZ3 (230 €), die damals mit ihrem 10-fachen optischen Zoom Klassenbeste war und mit der ich eigentlich auch sehr zufrieden war (bis auf den extrem dumpfen Ton bei Videoaufnahmen), bis schließlich das Display nichts mehr angezeigt hat.


Panasonic Lumix TZ3 (von 07/2008 bis 03/2013)

Infos zur TZ3 siehe u.a. bei www.cameralabs.com/reviews/PanasonicTZ3 und www.dpreview.com/reviews/panasonictz3, dort finden sich inzwischen auch jeweils Testberichte zu den neueren Modellen.

Von 2003 bis Mitte 2008 war ich mit einer Casio QV-R3 unterwegs (für damals stolze 499 € bzw. ein Jahr später nur noch 229 €, da das erste Modell leider aufgrund eines selbstverursachten Wasserschadens in der Karibik defekt war und der Reparaturkostenvoranschlag bei 345 € lag).



Casio QV-R3 (2003-2008)

Für Aufnahmen vom Gleitschirmfliegen hatte ich in 2012 als Helmkamera eine GoPro Hero2, die mir einer meiner Kletterpartner netterweise ausgeliehen hatte (Danke Marc!).


GoPro Hero2

Seit 2014 habe ich eine eigene GoPro Hero3+.


GoPro Hero3+

Für Unterwasseraufnahmen habe ich zudem seit 2013 manchmal eine wasserdichte AquaPix W1024-I mit dabei (deren automatischer Weißabgleich jedoch zu teilweise sehr unnatürlichen Bildern führt); zudem kann man auf dem kleinen TFT-Display bei normalem Tageslicht so gut wie nichts erkennen - dennoch war ich z.B. auf Bora Bora sehr froh, dass ich sie mit im Gepäck hatte.


AquaPix W1024-I

Von November 2008 bis Juli 2018 war auf fast allen Reisen ein kleines Netbook mit dabei, damit ich nicht mehr wie zuvor auf Internet-Cafés oder -PCs in den Unterkünften angewiesen bin, das hat das Bloggen doch wesentlich erleichtert: mein Samsung NC10 wog gerade mal 1.3 kg und hat mir fast 10 Jahre lang gute Dienste geleistet.


Samsung NC10 vs. mein Desktop-PC

In 2018 hatte leider der Bildschirm immer mehr Aussetzer, so dass ich das Netbook durch ein fast baugleiches Samsung NC10 plus (von 2010) ersetzt habe (Danke Frank!).

Beginnend mit der Reise nach Australien und Neuseeland (11/2005 bis 02/2006) habe ich gelegentlich auch ein Zelt mit dabei, so u.a. auch bei meiner Reise durch die westliche USA in 2008 oder durch die Südsee in 2013.

Mein Zelt ist ein Hogan Ultralight von Vaude (zusammen mit der zusätzlichen Bodenplane, die dem Schutz des relativ dünnen Zeltbodens dient, wiegt es nur exakt 2 kg bei einem Packmaß von etwa 10 x 55 cm), dazu kommen eine Therm-A-Rest Prolite3reg Isomatte (600 g) und ein S.A.M. Tramp Light Schlafsack (1.2 kg), schon ist das tragbare Einzelzimmer fertig.
Hier ein paar Aufnahmen vom Campingplatz in Moorea in der Südsee (25.05.13).








Vaude Hogan Ultralight mit Isomatte & Schlafsack

Mein Rucksack, der auf allen großen Reisen seit 1995 mein Gepäck umgibt, ist ein Trekker, laut Aussage des Outdoorladen-Mitarbeiters ebenfalls ein Produkt von Vaude, was aber nirgends drauf steht. Da er mir aber gut 20 Jahre lang treue Dienste geleistet hat, spricht das tatsächlich dafür, dass es ein deutsches Markenprodukt ist.


Trekker & Handgepäck-Rucksack

Seit 2010 habe ich zudem auch eine Rollkoffer-Reisetasche (Osprey Sojourn 80), die an der Unter-/Rückseite ein vollwertiges (abnehmbares) Rucksack-Tragesystem integriert hat, mit der ich auch sehr zufrieden bin; gerade bei Reisen, bei denen ich einen Mietwagen habe oder auch bei Rundreisen mit meinem Vater, bei der alle Transporte vororganisiert sind, ich also nicht mein gesamtes Gepäck evtl. kilometerlang zum nächsten Zeltplatz etc. tragen muss, ist ein Rollkoffer insgesamt doch praktischer, schließlich muss man ihn ja eigentlich nur an den Flughäfen oder kurze Strecken vom Auto/Bus zum Hotel bewegen, und man kommt besser an seinen Kram ran als in einem (aufrecht stehenden) Rucksack.


Osprey Sojourn 80 (der ganz vorne)

Falls irgendeine der genannten Firmen (oder gerne auch andere) mich für meine nächsten Reisen sponsern wollen, bitte ich um umgehende Kontaktaufnahme! :-)

Bei Reisen auf eigene Faust unverzichtbar (aber auch bei organisierten Reisen stets mit dabei, um Zeiten ohne "Programm" sinnvoll nutzen zu können) sind natürlich auch Reiseführer als Reisebegleiter. In den letzten Jahren hatte ich dabei meist 2 unterschiedliche mit dabei, da es nunmal keinen einzigen Reiseführer für ein Gebiet gibt, in dem wirklich "alles" wichtige drin steht.
Bewährt hat sich dabei eine Kombination aus einem kompakten ADAC-Reiseführer, mit denen man schnell einen guten Überblick über eine Region bekommt (außerdem ist bei der gelben ADAC plus-Reihe auch eine (oft wirklich gute) Landkarte mit dabei), und als zweites entweder einen Lonely Planet oder Rough Guide, je nachdem, von welcher Serie es gerade einen aktuelleren gibt; hier sind neben Infos zu den Sehenswürdigkeiten auch noch zahlreiche praktische Hinweise zu günstigen Unterkünften und Restaurants sowie Transportmöglichkeiten vor Ort enthalten.



Es empfiehlt sich, vorab im Buchladen mehrere Führer miteinander zu vergleichen, manchmal "gewinnt" dann z.B. auch ein Baedeker mit einer detaillierteren Karte, wobei mir die Informationen aus den Baedeker-Büchern oft etwas zu detailliert sind.
Im Idealfall lese ich die Reiseführer schon vor der Reise einmal komplett durch (und mache mir Notizen nebenher), so kann man die Route durch ein Land besser planen und muss nicht erst vor Ort schauen, was es eigentlich wo genau zu sehen gibt, außerdem geht so vor Ort nicht unnötig viel Zeit mit dem Lesen verloren.

Abschließend darf beim Thema "Reisebegleiter" natürlich auch Lucy nicht unerwähnt bleiben, die mich schon seit 1997 (!) auf wirklich allen Reisen begleitet und inzwischen u.a. schon bei allen "7 neuen Weltwundern" war.


Lucy bei den 7 neuen Weltwundern (Details siehe hier)

Wo Lucy (von 1997 bis 2013) noch alles war, ist im folgenden Video zu sehen:



Infos zu allen Bildern, die im Video zu sehen sind (und noch einigen mehr), gibt es auf der facebook-Seite von Lucy: facebook.com/LucyOnTour (auch für nicht-facebook-Nutzer sichtbar!)

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Für Neueinsteiger auf meinen Seiten gibt es hier einen Überblick darüber, was es hier sonst noch alles zu sehen gibt - viel Spaß beim virtuellen Verreisen!

Ein Klick auf die Bilder öffnet sie übrigens in groß!

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