Donnerstag, 6. August 2026

Buxtehude (Golfen)



Diese Woche war ein befreundetes Paar aus Franken (das ich auf einer Kreuzfahrt im November 2025 mit der Norwegian Viva kennengelernt habe) im Norden, und nachdem wir uns diesen Montag schon in Hamburg getroffen hatten (erst auf "meinem" Golfplatz, später dann noch in der City), war ich heute noch mal mit Robert Golfen, diesmal auf dem Platz vom Golfclub Buxtehude, wo ich zuvor noch nie war.









Bahn 14




Golfclub Buxtehude

... und hier noch ein Bild von Montag:


Golf Lounge Resort, Hamburg-Moorfleet (03.08.26)

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Mittwoch, 22. Juli 2026

Anna Lapwood - live im Hamburger Michel



Anna Lapwood gilt als derzeit bekannteste Organistin weltweit – als offizielle Organistin der Royal Albert Hall in London spielt sie neben klassischen Orgelwerken auch eigene Adapta­tio­nen moder­ner Filmmusiken und hat durch ihre quirlig-sympathische Präsenz in den sozialen Netz­werken eine hohe Bekannt- und Beliebtheit erlangt. Konzerte von ihr (etwa im September in der Ham­bur­ger Elb­phil­harmonie) sind daher immer schnell ausverkauft, trotz Preisen von bis zu 170 €.

Auch für ihr heutiges Konzert in der Hamburger St. Michaelis-Kirche ("Michel") im Rahmen des "Hamburger Orgelsommers" gab es schon seit Monaten keine Karten mehr – umso über­raschter war ich, als ich vor 2 Tagen trotzdem noch mal nach Tickets geschaut habe und tatsächlich noch (bzw. wieder) 3 verfügbar waren! Diese waren zwar explizit als "Hörplatz" ausgewiesen, bei einem Orgelkonzert steht das Hören ja aber durchaus im Vordergrund, und vielleicht konnte man ja auch von der 1. Reihe der "Herrensaalempore" doch mal einen Blick auf die Künstlerin erhaschen – also waren die Tickets schnell gekauft, und bei einem Preis von nur je 24.20 € haben auch 2 Freun­de nicht lange gezögert mitzukommen.

Vor Ort stellte sich dann heraus, dass Anna Lapwood gar nicht an der (Steinmeyer-)Hauptorgel im Michel saß (die man auch von unseren Plätzen aus mit einem seitlichen Blick über die Brüstung hätte sehen können), sondern vom "Zentralspieltisch auf der Konzertempore" (im nördlichen Seitenflügel) spielte (von dem aus mal alle 4 Orgeln im Michel ansteuern kann), den man aller­dings auch von vielen der ebenerdigen Plätze (für 60 €) nicht einsehen kann.


Herrensaalempore mit unseren Plätzen (rot) und dem Blick zur Künstlerin (grün)


Blick über die Brüstung zur Steinmeyer-Hauptorgel

Zu Beginn des Konzertes und auch während der Zugabe bin ich mal zur seitlichen Brüstung der Herrensaalempore gegangen, um doch mal einen Blick auf die Künstlerin zu erhaschen.



Beginn des Konzertes (Chevaliers de Sangreal aus The Da Vinci Code)

Zwischen den Liedern (neben klassischen Orgelstücken auch Filmmusiken u.a. von Hans Zimmer und Howard Shore) gibt es von Anna Lapwood immer eine ausführliche Einführung zu den jewei­li­gen Stücken, an denen man gut ihren Enthusiasmus für die Orgelmusik spüren kann – nicht zu­letzt an ihrer 7-minütigen Zusammenfassung aller 3 Herr der Ringe-Filme vor ihrer 25-minütigen Orgel-Symphonie dazu, während der man auch ihr besonderes Gesangstalent genießen kann.



Zugabe (No Time for Caution aus dem Film Interstellar)



Bye Bye Anna Lapwood

Ich habe ja in jungen Jahren auch mal Orgel gespielt und daher eine gewisse Affinität zu diesem Instrument, zudem habe ich ein Faible für Filmmusiken, so dass mir das Konzert wirklich gut gefallen hat – auch wenn es natürlich noch schöner gewesen wäre, Anna Lapwood auch während ihres ausdrucksstarken Orgelspielens sehen zu können.


Steinmeyer-Orgel auf der Westempore


Blick zur Kirchsaalempore gegenüber (früher Damenempore)


Blick zum Altar

Hier ergänzend noch weitere Bilder aus dem Michel (von einem späteren Besuch):











Hamburger Michel (19.08.26)

Bilder einer Turmbesteigung des Michels sind im Hamburg-Eintrag von 2022 zu sehen.

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Radiusfraktur (Bruch im Handgelenk)



Hier die Dokumentation der Behandlung und Genesung meines Bruchs im rechten Handgelenk nach einem Sturz bei einem Start mit dem Gleitschirm im Allgäu (siehe Eintrag vom 29.06.25).


Beule nach dem Sturz (29.06.25)


Röntgenbild mit Bruch (schwarz) und mögliche Titanplatte (blau; 30.06.25)

Diagnose (Klinik Immenstadt im Allgäu): eine "gering dislozierte distale Radiusfraktur C1", sprich: ein wenig verschobener Bruch am Ende des daumenseitigen Knochens (Speiche/Radius) – was eine der häufigsten Verletzungen bei Menschen ist. Allein in Deutschland wurden 2012 knapp 84.000 Patienten wegen einer distalen Radiusfraktur behandelt, d.h. sie haben in einer OP eine Titanplatte zur Fixierung der Knochenfragmente eingesetzt bekommen (Osteosynthese), so dass diese wieder in der korrekten Stellung zusammenwachsen können. In den folgenden Tagen habe ich mich tatsächlich mit gleich 3 Bekannten unterhalten, die auch schon eine solche OP hatten!


Röntgenbild vom 30.06.25 im Original (Blick auf den Handrücken)


Erster Cast/Kunststoffgips (30.06.25)

Das nächste Röntgenbild 4 Tage später (Krankenhaus Bad Soden in Hessen) ergab eine "mehr­fragmentäre distale Radius­extensionsfraktur mit Gelenkbeteiligung und leichter dorsaler [rück­seitiger] Einstauchung, AO 2R3-C1", so dass eine OP empfohlen wurde, da sonst das Gelenk "schief zusammenwachsen" würde und dadurch wahrscheinlich dauerhaft eine eingeschränkte Beweglich­keit der Hand die Folge wäre.


Röntgenbilder vom 04.07.25


Markierung des Arztes, welcher Arm operiert werden soll (07.07.25)

Bei der OP (unter Vollnarkose) wurde eine "offene Reposition und winkelstabile, volare [auf der In­nen­seite der Hand liegend] Plattenosteosynthe des distalen Radius (Synthes 3/5-T-PLatte)" durch­geführt.


Kurz nach der OP (07.07.25)

Zum Erstaunen der Krankenschwestern (und auch mir) tat auch nach der OP die Hand nicht weh, so dass ich danach keinerlei Schmerzmittel einnehmen musste. Trotzdem blieb ich "zur Sicherheit" eine Nacht stationär im Krankenhaus Bad Soden.



Zimmer & Ausblick im Krankenhaus Bad Soden (Station B30; 07.07.25)


Röntgenbilder am Tag nach der OP (08.07.25)


Naht während eines Verbandwechsels am Tag nach der OP (08.07.25)


Neuer Cast/Verband (11.07.25)

Der neue Kunststoffgips (zur Ruhigstellung des Handgelenks) war zunächst derart lang, dass mir ein Beugen des Ellenbogens nur eingeschränkt möglich war. Mit Hilfe einer handelsüblichen Gar­ten­schere ließ er sich zum Glück jedoch problemlos ein paar Zentimeter kürzen, so dass ich zumin­dest den Arm danach wieder voll bewegen konnte – mit Dank an meinen Vater fürs Abschneiden!

Am 12.07.25 ging es dann mit der Bahn zurück nach Hamburg, da ich leider (seit dem Sturz) im rechten Daumen keine Kraft hatte, um mit der Hand den 5. Gang in meinem Golf einzulegen. (Für die Fahrt von Hessen ins Allgäu hatte ich zum Glück den VW Tiguan meiner Eltern mit Automatik­schaltung ausgeliehen, so dass die Rückfahrt nach Hessen am 03.07.25 völlig problemlos war.)


Blick auf die Narbe (22.07.25)

2 Wochen nach der OP wurden die Fäden gezogen, ab dann hatte ich auch keinen Cast/Kunst­stoffgips mehr, sondern sollte lediglich nachts noch für 1-2 Wochen eine Orthese tragen.


Orthese statt Cast/Gips (22.07.25)

Auch nach der Entfernung der starren Schiene war die Beweglichkeit der Hand noch stark einge­schränkt, je Richtung konnte ich sie nur zu etwa 20 Grad bewegen. Ab dem nächsten Tag war ich 1-2x pro Woche bei einem Physiotherapeuten, wodurch die Beweglichkeit der Hand zunächst je Termin um ein paar Grad zunahm.

Diese Steifheit von Gelenken nach einer 3-wöchigen Ruhigstellung (1 Woche vor der OP + 2 da­nach) ist wohl ganz normal; ohne eine OP hätte ich vermutlich 6-8 Wochen lang einen Cast/Gips tragen müssen, danach hätte das "Wiedererlernen der Beweglichkeit" wohl noch deutlich länger gedauert.


Narbe 2 Wochen später (04.08.25)

Nach wenigen Wochen konnte ich die Hand nach vorne zu etwa 60 Grad abknicken, nach hinten zu etwa 45 Grad (vs. je knapp 90 mit der linken Hand). In den folgenden Wochen waren die Fort­schrit­te jedoch leider nur noch sehr gering, so dass auch 2 Monate nach der OP die Beweglichkeit der Hand weiterhin eingeschränkt blieb (siehe unten), zumal das Handgelenk weiterhin leicht angeschwollen war.

Immerhin kehrte die Kraft im Daumen nach und nach wieder zurück, so dass ich seit Mitte August eigentlich alle "Alltagsbewegungen" wieder mit rechts machen konnte; lediglich das Ausholen für einen Golfschwung oder auch Liegestützen waren weiterhin nicht möglich.


Röntgenbilder vom 18.08.25

Auf dem rechten Bild sieht man, dass die Titanplatte etwas über den Knochen hinaus ragt.

Am Tag der OP sagte man mir, dass die eingesetzte Platte theoretisch "für immer" drin bleiben könne, solange ich keine Beschwerden deswegen habe. Der Handchirurg hier in Hamburg (bei dem ich die Fäden habe ziehen lassen) meinte jedoch, dass die überstehende Platte die Sehnen der Hand reizen würde, was langfristig Probleme bereiten könnte; außerdem sei die etwas "zu lange" Platte möglicher­weise eine Erklärung für die weiterhin eingeschränkte Beweglichkeit der Hand, so dass wir uns Ende September für eine 2. OP Anfang Januar 2026 zur Entfernung der Titanplatte entschieden haben, damit danach die Beweglichkeit hoffentlich noch weiter zunehmen kann.


Vergleich "Hand nach hinten strecken" links vs. rechts (21.09.25)


Vergleich "Hand nach vorne beugen" links vs. rechts (21.09.25)

Manchmal ging es mit der rechten Hand auch schon ein paar Grad mehr, am nächsten Morgen war es dann aber meist wieder etwas schlechter.

Trotz der weiterhin eingeschränkten Bewegungsfreiheit konnte ich Anfang Oktober immerhin schon wieder problemlos Gleitschirmfliegen!

Bis Anfang Januar 2026 hatte sich die Beweglichkeit der Hand leider nur noch wenig verbessert, lediglich die Narbe wurde immer blasser.


Beweglichkeit der Hand (05.01.26)


Blick auf die Narbe (05.01.26)

Am 06.01.26 wurde dann in der Unfall- & Hand-Chirugie am Grindel in Hamburg eine "Material­entfernung" vorgenommen: in 40 min wurde die Titanplatte wieder rausgeschraubt, diesmal nur unter lokaler Betäubung des Unterarms, so dass ich während der OP mit dem Arzt und dem Anästhe­sisten sowie der OP-Schwester munter plaudern konnte, was wirklich sehr kurzweilig war.


Verband 2 h nach der 2. OP (06.01.26)

Außer direkt nach der OP brauchte ich wieder keinerlei Schmerzmittel, was ich schon sehr erstaunlich finde, dass so ein Schnitt in der Haut nicht noch tagelang weh tut.


Narbe am Tag nach der 2. OP (07.01.26)


Auch drinnen wurde nichts vergessen, prima (07.01.26)

Schon ab dem nächsten Tag gab es nur noch ein Pflaster auf die Wunde, auch konnte ich die Hand im Alltag schon wieder fast normal benutzen.



Danke an Dori, Werner und Lenny für die Betreuung am Tag/Abend der OP!



9 Tage später wurden die Fäden gezogen und mir das "Material" übergeben.


Titanplatte und Schrauben (15.01.26)

In den ersten Wochen und Monaten nach der 2. OP hatte sich die eingeschränkte Beweglichkeit der Hand eigentlich nicht verbessert, trotzdem konnte ich ab Mai tatsächlich wieder Liegestützen machen; der rechte Unterarm steht dabei weiterhin von der flach aufgelegten Hand noch etwas "schräg" nach oben ab, scheinbar haben aber Stabilität oder Belastbarkeit irgendwie zugenommen, so dass ich wieder 15-20 Liegestützen schaffe.

Nach einem Jahr Pause war ich auch im Juli 2026 endlich wieder auf dem Golfplatz, was völlig problemlos ging.

Trotz der weiterhin (optisch) leicht eingeschränkten Beweglichkeit der Hand habe ich damit im Alltag also gut ein Jahr nach dem Bruch keinerlei Einschränkungen mehr – schön!

*** Labels: Allgäu, Gleitschirmfliegen

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